BEA – ein neues Beratungsprojekt des Jobcenters Herford

Alltagsbegleiter*innen gesucht

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Ansprechpartner*innen für das BEA-Projekt im Jobcenter Herford sind (v.l.n.r.) Ralph Baumeister, Nicole Wedler und Daniela Flaig.

Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen im Arbeitslosengeld-II-Bezug zu beraten und zu begleiten, erfordert viel Zeit und einen angemessenen Rahmen. Im Fokus steht, sie darin zu unterstützen, Wege zur Gesundung zu finden, am sozialen Leben teilzuhaben und ihnen im Idealfall zu helfen, eine passende Arbeitsstelle zu finden. Für die Berater*innen im Jobcenter ist es meist nicht möglich, diesen Prozess genügend zu begleiten.

Um die Situation der Betroffenen zu verbessern, haben das Jobcenter des Kreises Herford gemeinschaftlich mit den Jobcentern Bielefeld, Höxter und Minden-Lübbecke das Projekt BEA ins Leben gerufen.

BEA steht dabei für Beraten – Ermutigen – Assistieren.

Die Besonderheit dieses Projektes ist, dass gemeinsam mit Alltagsbegleiter*innen für die Betroffenen ein Prozess der Hilfen und bestenfalls Veränderung angestoßen und begleitet werden soll.

Alltagsbegleiter*innen sind Menschen, die selbst betroffen waren und heute stabil sind, die Erfahrungen, auch aus Selbsthilfegruppen, mitbringen und die helfen und unterstützen wollen.

Ihre Aufgabe soll in einer Unterstützung der Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld bestehen. Außerdem können sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrung als ehemalige Betroffene als Vorbild dienen.

Dabei stellen Gespräche, Begleitungen zu Terminen und Unterstützung bei der Bewältigung der Alltagshürden mögliche Tätigkeitsfelder dar.

Die Begleitung psychisch Erkrankter und Suchterkrankter auf dem Weg gesundheitlicher und sozialer Förderung braucht aber ebenso Unterstützung und Vergütung.

Die BEA-Alltagsunterstützer*innen werden für diese Aufgabe geschult, und während der Tätigkeit stehen ihnen hauptamtliche Mitarbeiter*innen des Jobcenters zur Seite. Ihr Engagement wird mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt.

Eine besondere berufliche Qualifikation für die Aufgabe ist nicht nötig. Viel wichtiger sind menschliche Kompetenzen, insbesondere die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen, sie in ihrer Lebenssituation anzunehmen und mit ihnen gemeinsam neue Wege zu entwickeln, um ihr Selbstwertgefühl und ihre (Wieder-)Teilhabe am sozialen Leben zu stärken.

Wer dieses spannende Modellprojekt aktiv unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit den Projektverantwortlichen im Jobcenter Herford aufzunehmen.

Interessierte können sich per E-Mail an Jobcenter-Herford.BEAjobcenter-ge.de oder per Telefon (05223/4987-68) melden.

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