Über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer Berufsausbildung in Teilzeit informierten Annette Budzynski, Beauftragte für Chancengleich-heit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit Herford, sowie Anette Kuhn, BCA und Migrationsbeauftragte des Jobcenter Herford am 18. Januar eine Gruppe von rund 30 interessierten geflüchteten Frauen aus der Ukraine, Syrien, dem Irak und weiteren Ländern, die aktuell einen Berufssprachkurs (B2) absolvieren und von ihrer Lehrkraft begleitet wurden.
Manchmal lässt es die persönliche Situation nicht zu, eine Berufsausbildung in Vollzeit zu absolvieren. Das kann unterschiedliche Gründe haben, wie z.B. Familienverantwortung, eine parallele Berufstätigkeit oder die Notwendigkeit, vertiefende Sprachkenntnisse in entsprechenden Kursen zu erwerben. Ein Weg zu einem Abschluss, als gute Basis für den (Wieder-)Einstieg in einen qualifizierten Beruf, kann dann die Berufsausbildung in Teilzeit sein.
Bei der Berufsausbildung in Teilzeit stimmen Ausbildungsinteressierte und Ausbildungsbetrieb im Vorfeld ab, unter welchen Rahmenbedingungen das Teilzeit-Modell für beide Seiten möglich wäre.
Während der Berufsschulunterricht i.d.R. in Vollzeit stattfindet und nicht verkürzt werden kann, kann die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit im Ausbildungsbetrieb grundsätzlich bis auf die Hälfte verkürzt werden. Wird pro Tag oder Woche weniger gearbeitet, verlängert sich die Ausbildungsdauer entsprechend und kann maximal das Eineinhalbfache der regulären Ausbildungsdauer betragen. Wie auch bei einer Vollzeitberufsausbildung, ist bei der Berufsausbildung in Teilzeit eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich. Manche Auszubildende erreichen das Ausbildungsziel trotz Teilzeit sogar in der regulären Dauer.
Im Rahmen des ESF-Projekts TEP (Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffne) gibt es für Teilnehmende, die sich parallel zu ihren Erziehungsaufgaben oder der Pflege von Angehörigen im eigenen Haushalt für eine Berufsausbildung in Teilzeit entscheiden, ein vielfältiges Spektrum flankierender Angebote zur Unterstützung.
Allen Interessierten stehen hierzu die kostenlosen Beratungsangebote der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zur Verfügung.
