Das Jobcenter Herford bekommt zum 01.01.2025 eine neue Geschäftsführerin. Die Trägerversammlung des Jobcenters, der Vertretungen der Agentur für Arbeit und des Kreises Herford angehören, hat Yeter Gülal-Karaduman zur neuen Geschäftsführerin bestellt. Sie tritt die Nachfolge von Klaus Binnewitt an, der sich in den Ruhestand verabschiedet.
Schon im Sommer hatten die Agentur für Arbeit und der Kreis Herford den Prozess angestoßen, die Nachfolge von Klaus Binnewitt zu regeln, der die gemeinsame Einrichtung seit 2008 führt. Nun fanden die Vertragsunterzeichnung und die symbolische Übergabe des Staffelstabs statt.
Die Volljuristin bringt eine hohe Fachkompetenz und langjährige Erfahrungen aus der Arbeitsverwaltung und Führung von Teams mit. Aktuell ist Yeter Gülal-Karaduman als Arbeitsgruppenleiterin Leistungsgewährung und stellvertretende Amtsleitung im Amt pro Arbeit Jobcenter Kreis Minden-Lübbecke tätig. Zuvor hatte sie bereits Führungspositionen im Jobcenter Arbeitplus Bielefeld inne. Mit dieser Expertise ist sie bestens darauf vorbereitet, das Jobcenter Herford durch aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu führen.
„Ich freue mich sehr auf diesen nächsten Schritt in meiner beruflichen Entwicklung. Gleichzeitig blicke ich mit Respekt auf meine neue Aufgabe als Geschäftsführerin“, sagt Yeter Gülal-Karaduman. „Ich bin schon gespannt auf mein neues Team, mit dem ich gemeinsam die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers für die Menschen im Kreis Herford fortsetzen möchte. Für mich zählt dazu, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen und durch individuelle Beratung und Qualifizierung neue berufliche Chancen zu ermöglichen. Darüber hinaus möchte ich einen Fokus darauf legen, das Jobcenter Herford zu einem modernen, bürgernahen Dienstleister weiterzuentwickeln.“
Landrat Jürgen Müller betont die zentrale Rolle des Jobcenters für das Miteinander im Kreis Herford: „Das Jobcenter ist ein unverzichtbarer Anker für den sozialen Zusammenhalt im Kreis Herford und ein verlässlicher Partner für die Bürgerinnen und Bürger. Klaus Binnewitt hat das Jobcenter über 16 Jahre mit Engagement und Weitsicht geführt. Er hatte immer das Wohl der Menschen im Blick. Dafür danke ich ihm sehr. Sein unermüdlicher Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Jobcenter auch in Krisenzeiten flexibel reagiert und seinen Beitrag für den Erhalt des sozialen Friedens im Kreis leistet. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Yeter Gülal-Karaduman diesen Weg fortzusetzen.“
„Auch mein Dank gilt Klaus Binnewitt. Er hat das Jobcenter mit viel Herz und Kompetenz geleitet. Ich habe immer gerne mit ihm zusammengearbeitet und auf seinen umfangreichen Erfahrungsschatz und seine Kollegialität bauen können. Er kennt die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen und hat es immer geschafft, auch bei schwierigen Rahmenbedingungen Lösungen zu finden. Auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Herford möchte ich besonders hervorheben. Wir arbeiten inhaltlich und organisatorisch in vielen Themen erfolgreich und auf Augenhöhe miteinander.“, ergänzt Frauke Schwietert, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Herford und Vorsitzende der Trägerversammlung. „Daran möchte ich in der Zusammenarbeit mit Yeter Gülal-Karaduman anknüpfen. Es liegen anspruchsvolle Aufgaben vor uns. Neben einer wachsenden Zahl von Menschen im Leistungsbezug bereitet uns insbesondere die steigende Jugendarbeitslosigkeit Sorge.“
Klaus Binnewitt, der das Jobcenter Herford über Jahre geprägt hat, blickt mit Dankbarkeit auf seine Amtszeit zurück: „Es gab immer neue Aufgaben und ständig wechselnde Rahmenbedingungen. Die Finanzkrise, Flüchtlingsströme, die Corona-Pandemie und zuletzt der Krieg in der Ukraine waren nur einige der Herausforderungen, denen wir uns gestellt haben. Aus meiner Sicht ist uns das in enger Vernetzung mit vielen anderen Akteuren immer gut gelungen. Dafür danke ich meinem gesamten Team. Es war eine erfüllende Aufgabe, hier wirken zu dürfen, und ich wünsche dem Team und Yeter Gülal-Karaduman für die Zukunft alles Gute.“ Sein größter dienstlicher Wunsch zum bevorstehenden Abschied: „Mehr Sachlichkeit in der notwendigen Diskussion um die Weiterentwicklung des Bürgergeldes und mehr Wertschätzung für die tagtägliche Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen im Jobcenter.“
